16.04.2015 | VBSM

Fixpunkt im Stadtbild

03 Foto Haus der Musik
Das „Haus der Musik“ in Regensburg ist seit 2015 das neue Zuhause der Sing- und Musikschule; Foto: Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg.

Der Raumbedarf an öffentlichen Musikschulen

So vielschichtig wie die musikpädagogischen Herausforderungen in der Arbeit an den öffentlichen Sing- und Musikschulen in Bayern ist auch deren Raumbedarf. Faktoren wie die jeweiligen Schülerzahlen, die Wochenstunden oder die konkreten Angebote beeinflussen die notwendige Anzahl und Gestalt der Räumlichkeiten. Abhängig ist die tatsächliche räumliche Situation an den Musikschulen von den historischen Gegebenheiten und politischen Entscheidungen.

Ein eigenes Musikschulgebäude kann Ausdruck des Stellenwertes sein, den eine Musikschule innerhalb einer Kommune genießt, ist es doch ein Zuhause für die Musikschule und damit ein fester Anlaufpunkt für Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Es kann als Fixpunkt im Stadtbild als eine Zentrale in der Vielfalt dezentraler Angebote fungieren und ist Konzentrationspunkt für Organisationsmaßnahmen, Besprechung u. v. m. (vgl. hierzu KGSt®-Gutachten 1/2012: Musikschule).

Doch geht ein eigenes Musikschulgebäude oft mit viel Verantwortung einher, die nicht zu den eigentlichen Aufgaben einer Musikschule gehören. Umso erfreulicher ist es, wenn sich Kommunen dazu entschließen, sich mit einem besonders schönen Gebäude für die örtliche Sing- und Musikschule zu schmücken. So geschehen ist dies beispielsweise vergangenen Herbst in Lauf a.d.Pegnitz oder, am 20. Februar 2015 feierlich eingeweiht, mit dem Haus der Musik in Regens-burg: Neben den über 2.000 Schülern bietet das neu renovierte klassizistische Gebäude am Bismarkplatz Raum für mehr als 30 Ensembles und damit den Schülerinnen und Schülern der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg vielfältige Gelegenheiten über den normalen Musikunterricht hinaus zum gemeinsamen Singen und Musizieren.