01.04.2016 | VBSM

Mitten in der Stadt

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Grußwort des VBSM-Vorstandsmitgliedes Markus Lentz im Stadttheater Weilheim i.OB; Foto: Lena Wandinger Photography

Die Städtische Musikschule Weilheim i.OB feiert ihr 50-jähriges Jubiläum

Nicht nur das Musikschulgebäude, nein, auch die Städtische Musikschule Weilheim i.OB selbst liegt mitten im Herzen der Stadt, deren Einrichtungen und Bevölkerung.

In diesem Punkt waren sich alle Gratulanten, die sich am Freitag, dem 11. März 2016 zu einem feierlichen Festakt im Stadttheater Weilheim versammelt hatten, einig. „Ohne Musikschule wäre unsere Stadt unvollkommen – sie ist wesentlicher Bestandteil des Stadtlebens“, mit diesen Worten beschrieb Markus Loth, 1. Bürgermeister der Stadt Weilheim, die Stellung der Musikschule in seiner Stadt und schloss sich damit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bayerischen Städtetags, Michael Sedlmair, an, der einmal öffentliche Musikschulen als „Herzstück und Juwel einer Kommune“ bezeichnete.

Auch die Bürgermeister der Gemeinden Tutzing und Bernried, in denen die Städtische Musikschule Weilheim Außenstellen betreibt, waren voll des Lobes. „Musikalisches Interesse entsteht nicht von selbst – es muss durch musikalische Bildung und Ausbildung geweckt werden“, verdeutlichte Rudolf Krug, 1. Bürgermeister der Gemeinde Tutzing, die Rolle der Musikschule.

Markus Lentz, VBSM-Vorstandsmitglied, übermittelte in seinem Grußwort die herzlichen Grüße und Glückwünsche des Verbandes zum Jubiläum der „strukturell und inhaltlich vorbildhaft ausgebauten Musikschule“. Er dankte neben dem Leiter der Musikschule Josef Dichtl und seinem Stellvertreter Christoph Wandinger insbesondere auch Herrn Werner Mayer. Dieser war bis zu seinem Ruhestand nicht nur viele Jahre Leiter der Städtischen Musikschule in Weilheim, sondern in Personalunion auch Geschäftsführer des VBSM und ist Träger der Carl-Orff-Medaille des Verbandes. Neben Markus Lentz vertraten auch Christoph Peters und Bernd Scheumaier, beide Mitglieder des Erweiterten Vorstandes, den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V.

Unter anderem thematisierte Herr Lentz die Einflüsse auf die Identität der Bildungseinrichtung Musikschule im ihrem kommunalen Wirkungsbereich und machte hier „die Entwicklungen in der schulischen Bildung, sich ändernde Familienstrukturen, den demografischen Wandel und die Notwendigkeit des verantwortungsbewussten Umgangs mit Ressourcen“ als maßgeblich aus. Darüber hinaus stellte er fest, dass „die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der musikalischen Erziehung und Bildung eine zentrale Anforderung an alle Bildungsträger“ ist und warnte gleichzeitig davor, dass „die Musikschulen wieder zu ambulanten Unternehmungen werden und ihre eigene Identität verlieren.“ „Diese Identität ist die einer anderen Art von Schule“, so Lentz, „die die ‚normale‘ (allgemein bildende) Schule wunderbar ergänzt. Man könnte sie beschreiben als ein ‚Lernhaus Musik‘, das Musikschule, Übe-Refugium, Konzerthaus, Band-Proberaum, Jazzclub, Aufnahmestudio, Bibliothek, Hörbar, Seminarort, Klanglabor, Kreativwerkstatt und sozialer Treffpunkt in einem ist und doch weit mehr als das. Mehr, weil nicht bloß eine Vielfalt an Lernmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird, sondern diese auch eingebettet sind in ein stringentes pädagogisches Konzept. Ein pädagogisches Konzept, dass sich wunderbar verbinden lässt mit den anderen Akteuren der kommunalen Bildungslandschaft.“ Genau das strebt auch die Städtische Musikschule Weilheim i.OB an und arbeitet bereits in zahlreichen Kooperationen mit Kindergärten und Kindertagesstätten sowie den allgemein bildenden Schulen. Zu Recht ist Josef Dichtl, Leiter der Musikschule, stolz auf dieses „Gemeinschaftswerk“ – wie er es in seinem Grußwort formulierte – das mithilfe der „Leitplanken“ aus Partnern und Unterstützern voll Zuversicht in die Zukunft blicken kann.